Rennstrecke "Glasbach"

Die seit 1974 mit Unterbrechungen genutzte Rennstrecke verläuft auf einem kurvenreichen Teilstück der Landesstraße 1017 von Bad Liebenstein hinauf zum „Glasbachstein“.

Mit 35 Kurven auf einer Länge von 5,5km ist die Rennstrecke durch ihre Charakteristik einzigartig und aktuell die längste Bergrennstrecke Deutschlands, zugleich auch eine der modernsten in ganz Europa.

Bergrennstrecke

Die Glasbachrennstrecke verläuft auf einem kurvenreichen Teilstück der Landesstraße 1017 von Bad Liebenstein entlang am südwestlichen Hang des Thüringer Waldes hinauf auf den Rennsteig und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 250 m. Durch ihre Charakteristika wird sie unter Motorsportlern auch die "Grüne Hölle" im Bergrennsport genannt.

Die Streckenbestzeit von 1:58:440 aus dem Jahr 2017 stellte der Italiener Christian Merli mit seinem Osella FA 30 zum 22. Internationalen ADAC Glasbachrennen auf.

Im Sommer 2018 können erstmals auch „Audi Enthusiasten“ Motorsport auf der berühmten Bergrennstrecke hautnah erleben.

Streckendaten im Überblick

  • Länge: 5,5 Kilometer
  • Höhenunterschied: 260 Meter
  • Anzahl Kurven: 35
  • Streckenbreite: 6 Meter
  • 3.750 Leitplanken
  • 70km Kabel für das eigens entwickelte Streckensicherungssystem, Beschallung, Videoübertragung und Zeitnahme
  • Erster Start: 1974
  • Streckenrekord: 1:58:440 (Christian Merli)
  • Prädikate: FIA International Hill Club Challenge, European Hill Club Cup, DMSB Bergpokal, Deutsche Berg-Meisterschaft, Classic Berg Pokal, KW Berg-Cup Gruppe H, Sportwagen-Berg-Cup, Int. ADAC FIVA Historic Bergmeisterschaft

Historisch

Von 1974 bis 1990 wurde auf der Landesstraße 1017 das Glasbachrennen mit Unterbrechungen jeweils unter Schirmherrschaft des ADMV ausgetragen. Dabei fand die Austragung als gemischtes Bergrennen mit den verschiedensten Fahrzeugklassen, vom Motorrad mit und ohne Beiwagen über Sport- und Tourenwagen bis hin zu Formelfahrzeugen statt.

Zeitweise wurde sogar die DDR-Meisterschaft im Bergrennen ausgetragen. Ab 1991 musste dann, aufgrund fehlender Sicherheitseinrichtungen wie z. B. doppelter Leitplanken und durch den schlechten Straßenzustand das Bergrennen in Bad Liebenstein eingestellt werden.

Seit 2001 engagiert man sich im Altensteiner Oberland, den Bergrennsport auf der Traditionsrennstrecke am „Glasbach“ wiederzubeleben. Im Sommer 2011 wurde die Rennstrecke komplett saniert. Mit einer Investition von über 250.000 € wurde die Rennstrecke durch die Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland e.V. im ADAC mit doppelten Schutzplanken und einem selbstentwickelten und heute dem modernsten Streckensicherungssystem in Europa ausgestattet.

Nach genau 20-jähriger Pause werden auf der Rennstrecke mit einem internationalen Fahrerfeld Wertungsläufe für zahlreiche Pokale ausgetragen. Seit 2013 wird in Bad Liebenstein auch ein Wertungslauf zur FIA European Hill Climb Championship durchgeführt. Das Glasbachrennen ist seither der einzige Wertungslauf zur Europameisterschaft in der Bundesrepublik Deutschland und zugleich der nördlichste Austragungsort der EM überhaupt. Damit tritt das Glasbachrennen die Nachfolge des Trierer Bergrennens an und führt die lange Tradition legendärer deutscher Bergrennstrecken weiter.